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Das Telekom Center „Ten Towers“ . 10 Hochhäuser an der S-Bahn Leuchtenbergring München



Oktober 28th, 2011 · Keine Kommentare

Das Telekom Center „Ten Towers“ am Leuchtenbergring in München, ist ein Projekt der besonderen Art. Es ist nicht nur weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, sondern auch ein besonders beliebtes Fotomotiv für Touristen aus aller Welt geworden. Der Investitionssumme von etwa 200 Millionen Euro, standen aber auch große Herausforderungen bei der Umsetzung und Planung gegenüber.

Eine der architektonischen Herausforderungen lag darin, einen modernen Gebäudekomplex, überwiegend harmonisch, in das Stadtbild Münchens einzufügen. So entschied man sich, bei der Höhe der Türme, die gründerzeitliche Bauhöhe von ca. 50 m nicht zu überschreiten. Auf das spätere Stadtbild durften die Türme zwar einen tragenden Einfluss nehmen, doch sie sollten sich auch gleichzeitig weitestgehend eingliedern. So wurde entschieden, dass statt eines Solitärgebäudes die Gruppe der heutigen Türme entstand. Neben den fünf Doppeltürmen ließ sich auf der Fläche außerdem ein gigantischer Rundbau verwirklichen. Er hat, im Unterschied zu den Türmen, mit fünfzehn Geschossen, nur sechs Geschosse. Ein weiterer Vorteil, der gewählten Bauart, war die Möglichkeit, alle späteren Arbeitsplätze, „natürlich“ zu belüften.


Für das Telekom Center war der Standortvorteil überragend. Zusammen kamen dabei: die Nähe zur Innenstadt, aber besonders die hervorragende Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. So war es für das Unternehmen möglich, die im Stadtgebiet verteilten Organisationseinheiten, an diesem Standort zusammenzufassen. Nun kommt das Unternehmen mit weniger Telefonkonferenzen und Videokonferenzen aus. Etwa 3.000 Mitarbeiter arbeiten heute im Telekom Center München. Ein langfristiger Mietvertrag konnte geschlossen werden. Zur Grundsteinlegung am 09. April 2003 kam hohe Prominenz in die Dingolfinger Straße in München. Viele Gäste aus Wirtschaft und Politik wohnten dem Festakt bei. Besonders zu nennen sind Dr. Edmund Stoiber, als Ministerpräsident des Freistaates Bayern, aber auch Dr. Christian Ude, in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München. Von der Deutschen Telekom AG durfte das Vorstandsmitglied Josef Brauner begrüßt werden.

So hochrangig wie die Gäste, so ehrgeizig war auch das Bauprojekt. Mit einer Investitionssumme von etwa. 200 Millionen Euro sollten ca. 70.000 m² Mietfläche in zentraler Lage zur Innenstadt Münchens geschaffen werden. Die Grundstückfläche von ca. 27.000 m² teilten sich fünf Doppeltürme mit jeweils 15 Geschossen und ein sechsgeschossiger Rundbau. Trotzdem sollte ein etwa 20.000 m² großer Park, als natürlicher Erholungsraum, erhalten werden. Die Türme erlangten ihre architektonische Einheit durch Verbindungsbrücken. Verglaste Stege befinden sich im 1. und 14. Obergeschoss. Außerdem bestehen, in der 6. und 10. Etage, offene Technikbrücken als Verbindungen zueinander. Im Inneren der Türme sorgen ein Aufzugskern und eine Treppe für die Erreichbarkeit der Etagen. Jeweils zwei außen liegende Stahltreppen gewährleisten sichere Fluchtwege nach unten. Für die Mitarbeiter der Telekom stehen in den Untergeschossen insgesamt 555 Tiefgarageneinstellplätze bereit. 475 Plätze, in der 220 m x 50 m großen Tiefgarage, im 2. Untergeschoss unter dem Hauptbau und 80 im Rundbau.


Die Projektgemeinschaft REAL I.S und FOM verantwortete als Generalunternehmer die Realisierung des Vorhabens. Sie gewährleistete die Erbringung des Eigenkapitals für das Vorhaben. Den notwendigen Fremdkapitalanteil erbrachte die Bayrische Landesbank. Bauherr war die KADIMA – Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Kg. Sie ist eine gemeinsame Objektgesellschaft von KGAL und REAL I.S.

Nur 35 Monate sollte die Bauzeit des Großprojektes dauern.
Für den schnellen Baufortschritt sollte Spezialtechnik sorgen, die eigentlich für Bauten im schwierigen Umfeld genutzt wird. Ein Gleitschalungssystem, wie es beim Bau von Offshore Plattformen Verwendung findet, sollte die Türme schnell wachsen lassen. Für diese Aufgabe konnte die Firma Gleitbau Salzburg gewonnen werden. Alle fünf Kerne konnten in nur 22 Wochen erstellt werden. Durch die Präzision dieser Technik ließ sich, eine Höhenmaßtoleranz von nur +/- 15 mm garantieren. Auch der Jochfußabstand dieses Schalungssystems zahlte sich beim Einbau der Bewehrungsanschlüsse für die Decken ebenso aus, wie bei den Öffnungen für Türen und Fenster.

Der Rundbau weist ebenfalls architektonische Besonderheiten auf. Seine Bauweise ist trichterförmig. Die äußere Neigung beträgt dabei 12 Grad. Seine Höhe beträgt ca. 21 m. Jedes Geschoss ist in zwei eigenständige Büroeinheiten aufgeteilt. Dabei stehen für jede Büroeinheit etwa 650 m² zur Verfügung. Eine weitere Besonderheit befindet sich in den Untergeschossen. Nur das erste Untergeschoss wird als Tiefgarage genutzt. Das zweite Untergeschoss beherbergt neben Technikbereichen einen großzügigen Fitnessbereich.

Im Juli 2005 konnte der Gebäudekomplex planmäßig, ohne Fristüberschreitung, seiner Bestimmung übergeben werden.

Nun noch ein paar bauliche Fakten:

Ort: Dingolfinger Strasse
Bauzeit: 35 Monate
Baubeginn: 08/2002
Fertigstellung: 07/2005
Investitionssumme: 200 Mio. Euro
Finanzierung: Bayerische Landesbank

Grundstücksgröße: ca. 27.000 m², davon ca. 20.000 m² Park
Bruttogeschossfläche: ca. 70.000 m² oberirdisch

Hauptbau:
5 Doppeltürme mit je 15 Geschossen
verglaste Verbindungsstege im 1. und 14. Obergeschoss
Untergeschoss 1: Casino, Sozialbereiche, Technik, Lager
Untergeschoss 2: Garage mit 475 Parkplätzen

Rundbau:
Bestehend aus 6 Geschossen und 2 Untergeschosse
Untergeschoss 1: Garage mit 80 Parkplätzen
Untergeschoss 2: Fitnesscenter, Technik, Lager

Hauptmieter: Deutsche Telekom
Generalübernehmer: FOM Future Office Management / REAL I.S.

Bauherr: Kadima Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG,

Grünwald: Joint venture von KGAL, Grünwald und REAL I.S. AG, München

Architekt: Architekturbüro Kiessler & Partner, München, mit Stefan Blume und Jorgos Rebouskos
Modellbau: Peter Seidel Architekturmodellbau, Ludwigshafen

Für weitereführende und noch genauere Infos empfehle ich Euch die Seite architekten24.de und wenn es Euch ein wenig mehr um den Schwerpunkt Beton zum Thema der Telekom Ten Towers geht, der muss einen Blick auf die Seite bauarchiv.de werfen! Dort findet Ihr alle Infos, wo, welcher Beton in welcher Menge und Festigkeit, etc. verbaut wurde. Echt interessant!

Seitdem stehen also jede Menge mehr oder weniger luxuriöse Büros im Telekom Center „Ten Towers“  zur Verfügung. Für alle, die sich dann auch noch für die gehobene private Bleibe interessieren, sei auf die Seite appartementmuenchen.de verwiesen.

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